Die Schenkungssteuer wird auf Zuwendungen unter Lebenden erhoben und folgt denselben Tarifen und Freibeträgen wie die Erbschaftsteuer (§ 1 Abs. 2 ErbStG). Persönliche Freibeträge: 500.000 € (Ehegatte), 400.000 € (Kind), 200.000 € (Enkel) – alle 10 Jahre neu.
Rechtsgrundlage: § 7 ErbStG, § 16 ErbStG, § 19 ErbStG
Persönliche Freibeträge
| Empfänger | Steuerklasse | Freibetrag |
|---|---|---|
| Ehegatte / eingetragener Partner | I | 500.000 € |
| Kind, Stiefkind | I | 400.000 € |
| Enkel | I | 200.000 € |
| Eltern (bei Schenkung) | II | 20.000 € |
| Geschwister, Nichten/Neffen | II | 20.000 € |
| Übrige (Freunde, Lebensgefährten) | III | 20.000 € |
Die 10-Jahres-Regel
Freibeträge können alle 10 Jahre erneut genutzt werden (§ 14 ErbStG). Wer früh und strukturiert schenkt, kann erhebliches Vermögen steuerfrei übertragen – Beispiel: zwei Elternteile schenken einem Kind in 30 Jahren bis zu 2,4 Mio. € steuerfrei.
Sätze
Steuerklasse I: 7–30 % je nach Höhe. Klasse II: 15–43 %. Klasse III: 30–50 %.
Abgrenzung
- Erbschaftsteuer
- Identische Tarife, gilt für Übertragungen von Todes wegen.
- Mittelbare Grundstücksschenkung
- Geldschenkung mit Auflage zum Immobilienkauf – Bewertung mit dem niedrigeren Grundbesitzwert.
Vater schenkt Tochter Immobilie im Wert von 700.000 €. Freibetrag 400.000 €, steuerpflichtig 300.000 € × 11 % (Steuerklasse I, Stufe 300 T) = 33.000 € Schenkungssteuer.
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Stand: 7. Juni 2026 · Begriff im Glossar (28 Einträge)